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Plone nimmt Ihren Content mit in die Zukunft

erstellt von Armin Stroß-Radschinski zuletzt verändert: 31.05.2017 16:58 © 2012-2016 by A.Stross-Radschinski, www.acsr.de CC3.0 BY-NC-SA
Kann Plone eine ernsthafte Wissens- und Prozess-Management Lösung für professionelle Unternehmensanwender sein? Armin Stroß-Radschinski machte sich in diesem Essay zu Plone im Jahr 2006 Gedanken zu diesem System um Unternehmensdaten zu sammeln, verwalten und zu archivieren.

Unternehmens Content-Management (ECM) stellt höhere Anforderungen, als eine Website oder ein Intranet zu managen. Insbesondere die Entwicklungen in der Zukunft – Web 2.0, Usability und die Migration zurmöglichen Nachfolgetechnologien stellten die Herausforderungen für die nächsten 5 bis 10 Jahre dar.

Der Text von 2006:

Plone nimmt Ihren Content mit in die Zukunft

Die Philosophie hinter Plone

Überall tauchen neue Kommunikationsformen im elektronischen Dorf auf. Der Publikationsprozess für elektronisch gelieferte Informationen sollte schnell, einfach und dennoch leistungsfähig sein. Anwender von Webportal Lösungen auf Basis des freien CMS Plone finden eine klare Entwicklungsvorgabe für die nächsten Generationen vor und werden von der weltweiten Community mit auf den Weg in die Zukunft genommen. Dieser Bericht zeigt, wie diese solide Plattform ihren Content betriebssystemunabhängig auf die nächste Stufe der elektronischen Kommunikation tragen kann.

Die Architektur des Systems

Gut für den Nutzer – Gut für den Betreiber – Gut für den Entwickler

„Plone baut systematisch auf grundsolide Basistechnologien auf. Diese einzigartige System-Architektur ist ganz besonders für den Aufbau eines ECM* geeignet.”

Armin Stroß-Radschinski

Plone ist die erste Wahl für Unternehmenskommunikation und Informationsverwaltung

Die Eignung eines Systems für solche Aufgaben qualifiziert es als ECM *(Enterprise Content-Management System). Das Abenteuer Unternehmensdaten elektronisch zu verwalten endet nur dann ohne ein großes Datengrab, wenn die ECM Plattform migrationsfähig ist und modular wachsen kann. Das System Plone ist solide im Laufe der letzten Jahre auf diese Art gewachsen und setzt auf die folgenden, aufeinander aufbauenden Technologien auf.

  • Zope als ausgereifter Applikationsserver im Hintergrund
  • Python als extrem effiziente Interpretersprache für nahezu alle Plattformen*
  • OpenSource mit freier Wahl* der Installation auf Windows, Linux, MacOSX, BSD-Unix
  • *(Python ist als leistungsfähiges Werkzeug auf allen relevanten Betriebsystemen verfügbar, z.B. auf Smartphones unter SymbianOS)

Ihr eigenes Plone – für Unternehmenskommunikation und Informationsverwaltung

Wer die Stärken der Konzeption von Plone verstanden hat, hält sich nicht mit rein PHP und MySQL basierten Lösungen auf. Überall kommt irgendwann der Punkt, an dem das System im Detail an Benutzer und Anforderung angepasst werden muss. Möchte man an der Weiterentwicklung der zugrundeliegenden Technologien teilhaben, ist die Trennung kundenspezifischer Teile vom Framework ein Muss. Wo Abhängigkeit von proprietären Systemen hinführt, haben professionelle WindowsNT und OS2 Nutzer in der Vergangenheit teuer erfahren.

Lernen Sie, wie ein sauber konzipiertes System Ihre tägliche Arbeit im Unternehmen vereinfachen kann und Sie mit einer zugrundeliegenden Technik sowohl unabhängige Werkzeuge als auch global zusammenwirkende Netzwerke schaffen können. Plone ist für mehrsprachigen Zugriff und mehrsprachige Inhalte bestens gerüstet und damit für international agierende Unternehmen hochinteressant. Genau richtig für den kleinen Freiberufler bis in den Mittelstand. Und weil das so gut klappt, haben die großen Unternehmen Plone sowieso schon länger für sich entdeckt.

OpenSource auf Windows, Linux, MacOSX, BSD-Unix

  • Wenn das System betriebssystemunabhängig ist und bleibt, kann das Unternehmen die Server-Plattform so wählen, dass diese zu den Anforderungen paßt.
  • Da die Software-Quellen offen liegen, können später notwendige Anpassungen ohne Abhängigkeit durch Dritte erfolgen.

Weil das gerade mit Plone besonders gut funktioniert, haben sich bereits viele namhafte Unternehmen und Organisationen für dieses System entschieden, um von dieser breiten Basis zu profitieren.

Python, kein PHP, vielleicht MySQL oder eine SQL-Datenbank Ihrer Wahl

Python ist gegenüber PHP als handfeste Basis für die effiziente Entwicklung von echten plattformunabhängigen Anwendungen anerkannt. Bei Echtzeitanwendungen können Module in Compilersprachen leicht eingebunden werden. Versuche, PHP in Zope einzubinden, werden von Umsteigern aufgegeben, weil die wesentlich effizientere Arbeit mit Zope/Plone einen völlig anderen Ansatz verfolgt, der schneller zum Ziel führt und einfach weniger kostet.

Zope, ZEO, Apache, LDAP, IIS, Active Directory

Zope ist ein nahezu vollständig in Python geschriebener sogenannter Applikations-Server, der auf eine objektorierte Datenbank zugreift. Ein Applikationsserver verbindet die über Webserver und lokale Browser auf die Anwendung zugreifenden Benutzer mit dem darunterliegenden Betriebssytem, indem er ein Rahmenwerk (engl. Framework) bereitstellt, das wiederkehrende Aufgaben übergreifend erledigt.

Bekannte Applikationsserver nutzen Java, ASP oder verwenden das .Net Konzept. Das Besondere an Zope ist die Art und Weise, wie der konsequente Einsatz der Vererbung von Eigenschaften innerhalb der Objekthierarchie die Entwicklung der Anwendungen dramatisch beschleunigen kann.

Zope und Plone arbeiten auf Wunsch mit unternehmensweiten Benutzerdatenbanken wie LDAP oder ActiveDirectory zusammen, um die Zugangsformalitäten standardisiert abzuwickeln. Sogenanntes "SingleSignOn" kann z.B. zusammen mit dem Einloggen in Windows sofort den entsprechenden Zugangslevel für Plone freischalten.

Die auf OpenSource Basis frei verfügbaren ZEO (Zope Enterprise Objects), der Apache-Webserver und ausgefeilte Caching-Mechanismen (zukünftig mit ESI und Squid 3) bringen das aufgrund der komplexen Workflow-Logik bisweilen behäbig wirkende  "Out-Of-The-Box"  Plone beliebig auf Trab, um auch höchste Lastanforderungen zu bewältigen. Ist im Unternehmen ein Microsoft IIS erforderlich, arbeitet Plone auch mit diesem auf Wunsch problemlos zusammen.

CMF, SQL-Datenbanken

Das CMF (Content Management Framework) ist eine dem Plone System zugrundeliegende Funktionsschicht, die den Veröffentlichungs- und Workflow-Prozess bereitstellt. Neben Plone gibt es weitere auf besondere Zielgruppen ausgerichtete CMS Systeme, die CMF als Basis verwenden. Plone ist das erfolgreichste Projekt seit dem Bestehen von Zope. Entwicklungen für andere Systeme, die Zope und CMF verwenden, sind in der Regel auch für Plone einsetzbar. Dies vergrößert die Entwicklergemeinde und die Einsatzbereiche von Lösungen enorm.

SQL-Datenbanken sind aus der Unternehmensorganisation nicht wegzudenken und stellen eine wichtige neutrale und migrationssichere Form der Bereitstellung von textbasierten Daten dar. Die Verwaltung von Bild- und Mediendaten ist jedoch nur bedingt sinnvoll. Um große Dokumente, wie z.B. hochaufgelöste Fotos, Filme und Audio-Informationen zu verwalten, hat sich die getrennte Ablage von Dateien und Metainformationen bewährt. Als objektorientierte Zwischenschicht kann Plone als Interface Fileserver, SQL-Server und eine attraktive Benutzerschnittstelle zusammenbringen.

„Die Nutzer wollen mit etwas einfachem wie Google oder Wikipedia arbeiten!“


Troisdorf, im Juni 2006


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